Einen umfangreicheren Ausbildungsdienst galt es am 8. September 2015 zu bewältigen.

20150908 zugdienst titelNeben der Gruppen- und Fachausbildung wird einmal im Quartal eine größere Zugübung durchgeführt, wobei alle Teileinheiten eingebunden werden. Diesmal durften wir auf dem Gelände der Firma D+H Müller in Gamsen tätig werden. Die Ausgangslage war, dass ein PKW unter einem Gabelstabler hindurchfahren wollte, der gerade einen LKW beladen hat. Dabei kam es zu einer Kollision. Eine Holzpalette kam auf dem PKW zum Erliegen, während die Insassen verletzt wurden. Einer wurde von einer Holzlatte durchbohrt. Auslaufende Kraftstoffe begünstigten einen Entstehungsbrand im angrenzenden Werkstattgebäude, in dem ebenfalls zwei Personen eingeschlossen wurden.

Gemäß Ausrückeordnung wurde die Einsatzstelle zunächst mit dem LF 10/6 angefahren. Zugführer und Gruppenführer erkundeten die Lage und fanden neben den verletzten Personen im Fahrzeug auch einen geschockten Staplerfahrer. Da inzwischen auch eine deutliche Verrauchung aus der Werkstatt zu vernehmen war, wurden TLF 16/25 und GW-L dafür eingesetzt, Personensuche und Brandbekämpfung durchzuführen.

Die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen ist äußerst wichtig und daher ist es immer interessant, über seinen "Tellerrand" zu schauen.

20150317 seg0Am 17. März 2015 ist die Ortsfeuerwehr Gamsen während des Ausbildungsdienstes ins Gifhorner Weilandmoor gefahren, um sich einen Einblick in die Aufgaben der SEG zu verschaffen. Die SEG ist die "Schnell-Einsatz-Gruppe" des DRK, die auch die Feuerwehr bei vielen Einsätzen unterstützt. Dass die SEG nicht nur eine Einrichtung ist, um bei größeren Einsätzen die Verpflegung sicherzustellen, wurde hier nochmals deutlich. Sie lösen beispielsweise bei Brandereignissen den Rettungswagen der hauptamtlichen Kräfte ab. Damit ist sichergestellt, dass der reguläre Rettungsdiensteinsatz nicht eingeschränkt wird und qualifiziertes Personal zum Eigenschutz der Feuerwehrleute gegeben ist. Weiterhin ist es mit einem Großaufgebot möglich, einen Behandlungsplatz aufzubauen, wenn es sich um ein Schadenereignis mit mehreren Verletzten handelt. Die Gifhorner Einrichtung kann auch eine Wasserwacht vorweisen, um bei Einsätzen in und an Gewässern tätig zu werden.

Wir bedanken uns für diesen interessanten Einblick in die Tätigkeit der SEG Gifhorn.

Am späten Nachmittag des 14. Mai 2014 traf sich der Fachzug Wassertransport Kreisfeuerwehrbereitschaft Gifhorn Süd zur jährlichen Übung.

20140514 fachzugwt titelDieser Fachzug wird landkreisübergreifend eingesetzt. Zum Fachzug gehören ELW Meine (stellt Zugführer), TLF 16/25 Meine, TLF 16/25 Calberlah, TLF 16/24 Tr Rötgesbüttel, TSF Ohnhorst-Gravenhorst und TLF 16/25 Gamsen.

Die Ortsfeuerwehr Gamsen nahm mit dem Tanklöschfahrzeug 16/25 und einer Staffel teil. Geübt wurde der Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen über eine Strecke von 800 m. Dabei wurde eine permenente Wasserabgabe von 400-500 Liter in der Minute sichergestellt. Es stellte sich wieder heraus, dass dieser Zug nicht nur für den Transport von Löschwasser ausgelegt ist, sondern aufgrund der staffelbesetzten Tanklöschfahrzeuge auch für die Gebäudebrandbekämpfung und den Atemschutzeinsatz eingesetzt werden kann.

Parallel zum Einsatz des Wassertransportzuges wurde der Fachzug Wasserförderung tätig. Auch dieser war in den Übungsablauf eingebunden. Für die Brandbekämpfung musste eine feste Wasserversorgung aufgebaut werden, die durch den Wasserförderzug über mehrere hundert Meter Entfernung hergestellt wurde.

Ein nicht ganz alltägliches Thema wurde den aktiven Feuerwehrleuten beim Ausbildungsdienst am 16.09.2014 erläutert.

20140916 ausb0Standards zu Vorgehensweisen bei Brandeinsätzen und Hilfeleistungseinsätzen werden während der wöchentlichen Ausbildungsdienste geschult. Oft sind es grundsätzlich die gleichen Themen, die unter verschiedenen Gesichtspunkten und Situationen betrachtet werden. Im Rahmen der Standortausbildung wird das in der Grundausbildung (Truppmann) gelernte Wissen vertieft.

Während der wöchentlichen Ausbildung wird werden auch Fachthemen aufgegriffen, welche nicht alltäglich vorkommen. Im Rahmen eines Einsatzes kann es passieren, dass Personen gerettet werden müssen, die nicht in der Lage sind, ein Gebäude selbständig zu verlassen. Im Brandfall kann beispielsweise ein Aufzug nicht verwendet werden. In dieser Situation müssen Personen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, über ein (rauchfreies) Treppenhaus gerettet werden. Während unserer Ausbildung wurden verschiedene Möglichkeiten ausprobiert, einen Rollstuhl schonend über ein Treppenhaus zu befördern.

Weiterhin wurde der Personentransport mittels einer Krankentrage erprobt, welche ebenfalls ins einem Treppenhaus stattgefunden hat. In allen Fällen ist es wichtig, dass mit der Person gesprochen wird und klare Anweisungen erfolgen.

Feuermeldung in einem Mehrfamilienhaus, 2 Personen werden vermisst. Das war die erste Lage beim Atemschutztag am 15.03.2014 der Gamsener Ortsfeuerwehr, die zu diesem Anlass den Weg zum Brandübungshaus nach Faßberg in den Landkreis Celle auf sich genommen hat.

20140315 fassbergBeim Eintreffen der ersten Fahrzeuge am Einsatzort ergab die Lage auf Sicht, dass Qualm aus den Fenstern des Obergeschosses drang. Zugführer und Gruppenführer des ersten Einsatzfahrzeugs erkundeten gemeinsam die Lage. Ein Anwohner gab an, dass noch zwei Personen vermisst seien. Während der Erkundung bereitete die erste Gruppe die Einsatzform "mit Bereitstellung" vor. Die Gerätschaften für den Einsatz wurden vor dem Gebäude bereit gestellt, damit die Atemschutztrupps sofort tätig werden konnten.

Mit 25 Einsatzkräften führte die Ortsfeuerwehr Gamsen einen Übungstag auf dem Bundeswehrgelände in Faßberg durch. Es wurden fünf Einsatzübungen unter realistischen Bedingungen absolviert. Solche Übungsmöglichkeiten stehen nur selten zur Verfügung. Ein neuwertiges Gebäude mit Nebelmaschinen zu verqualmen, wirkt oft weniger realistisch. Hier bot sich die Möglichkeit, eine wirkliche Brandbekämpfung vorzunehmen und die Brandherde nicht nur fiktiv zu erkennen, sondern auch wirklich zu löschen.

Ausbildungsschwerpunkt für Führungskräfte lag darin, die Lage richtig zu beurteilen und die optimalste Vorgehensweise zu wählen. Nicht nur geistige, sondern vor allem auch körperliche Herausforderungen hatten die Atemschutzgeräteträger zu leisten. Mit Wasser am Strahlrohr gingen sie in das Gebäude vor. Während einer Übung war der Weg durch das Kellerfenster der einzige Zugangsweg, um einen Brandherd im Obergeschoss zu erreichen. Kameraden, die nicht unter Atemschutz unterwegs waren, hatten auch genug zu tun: Atemschutzüberwachung, Aufbau des Drucklüfters, Schlauchnachführung, usw.