Voraussetzung für alle Schritte in der freiwilligen Feuerwehr ist der Besuch des Truppmann 1 Lehrgangs (Grundausbildungslehrgang). Auch dieses Jahr haben in der Stadt Gifhorn wieder zwei Gruppen diesen Lehrgang erfolgreich absolviert. Die Prüfung war am 24.09.2011.

20110924_tm1lehrgangGemäß dem Lehrplan der Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 wurden die Teilnehmer ausgebildet, zu denen auch drei Kameraden der Ortsfeuerwehr Gamsen gehörten. Als Ausbilder fungierten Zug- und Gruppenführer der fünf Ortsfeuerwehren, die die Teilnehmer in Theorie und Praxis schulten. Nach der jetzt anstehenden Standortausbildung innerhalb der Ortsfeuerwehren müssen die Teilnehmer an einer weiteren Prüfung (Truppmann 2) teilnehmen, die in zwei Jahren stattfinden wird. Bis dahin müssen mindestens 80 Ausbildungsstunden absolviert werden.

Für die Teilnehmer besteht jetzt die Möglichkeit, den Sprechfunkerlehrgang sowie den Atemschutzgeräteträgerlehrgang (Mindestalter 18 Jahre und G26.3-Untersuchung) zu besuchen. Erst nach Abschluss der Truppmann 2 Prüfung ist die Truppmannausbildung abgeschlossen und weitere Lehrgänge (z.B. Maschinistenlehrgang) können besucht werden.

Am 27. August 2011 waren einige Atemschutzgeräteträger zur sogenannten 'Heißausbildung' in Bad Gandersheim. Dieses Sondertraining ist eine wertvolle Ergänzung zum Atemschutzlehrgang sowie zur Standortausbildung.

20110827_badgandersheim_titelDer Brandeinsatz ist gefährlich, speziell wenn es in den Innenangriff geht. Sobald ein Einrichtungsgegenstand brennt, breitet sich das Feuer schnell auf Möbel, Gardinen und andere Gegenstände aus. Ein Trupp im Innenangriff ist also großer Gefahr ausgesetzt.

Brennende Einrichtungsgegenstände stellen nicht die einzige Gefahr dar. Ein gefährlicher Faktor ist die plötzliche Rauchgasdurchzündung (z.B. Flashover). Ein Feuer benötigt Sauerstoff, um zu 'überleben'. Ohne Sauerstoff wird die Flamme zunehmend kleiner bis sie schließlich erlischt bzw. erstickt. Das Öffnen eines Fensters oder einer Tür führt zu einer plötzlichen Luftzufuhr und der mitgeführte Sauerstoff kann sich entzünden. Für solche Fälle werden unsere Atemschutzgeräteträger vorbereitet.
Im Training üben sie das Öffnen einer Tür aus der Deckung heraus. Weiterhin überprüfen sie die Temperatur des Raumes und bestimmen somit das weitere Vorgehen.
Grundvoraussetzung für den Einsatz ist die richtige und 'lückendicht' angelegte Schutzausrüstung. Denn falls es wirklich zu einer Durchzündung kommt, dürfen keine Hautflächen frei liegen.

Das Vorgehen unter realistischen Bedingungen sowie die Simulation einer Durchzündung werden in Übungsanlagen trainiert. Seit einigen Jahren fahren Atemschutzgeräteträger der Stadt Gifhorn nach Bad Gandersheim, um die dortige Übungsanlage zu nutzen.

Dienstag, 25. Januar 2011: Der neue Gerätewagen Logistik, der als Ersatz für das ausgemusterte TSF seinen Einsatzdienst versehen soll, ist eingetroffen.

20110125_gwlOrtsbrandmeister Uwe Reuß und Gerätewart Harald Rüscher haben das Fahrzeug in Braunschweig in Empfang genommen. Der neue GW-L wurde auf den letzten Kilometern durch die anderen Fahreuge in das neue "Zuhause" begleitet.

Mehr zum neuen GW-L gibt es hier.

Die offizielle Fahrzeugübergabe durch die Stadt Gifhorn folgt am 11. Februar 2011.

 

Da der Einsatz unter Atemschutz und der meist damit verbundene Innenangriff sehr gefährlich werden kann, müssen die Einsatzkräfte entsprechend geschult werden.
20110524_titelUnser Ausbildungskonzept wird vierteljährlich gemeinsam mit allen Ausbildern optimiert. Die Erfahrungen der vergangenen Dienste und die Reaktion auf aktuelle Erkenntnisse werden diskutiert und für den kommenden Dienstplan verwendet.
Beispielsweise wurde im aktuellen Quartal verstärkter Wert auf den Brandeinsatz gelegt. Dazu gehört das Zusammenspiel der gesamten Mannschaft, ob innerhalb oder außerhalb eines Objektes. Das höhere Gefahrenpotential, das an dieser Stelle schwieriger zu erkennen ist, befindet sich innerhalb von Gebäuden.

Einige Punkte müssen strikt beachtet werden, um Gefährdungen zu minimieren und ein sicheres Vorgehen zu gewährleisten:

  • Wie öffne ich eine Tür ohne mich durch eine Durchzündung zu gefährden?
  • Wie erkenne ich, ob die Umgebung noch heiß ist (Temperaturcheck)?
  • Wie kühle ich die Rauchgase im Raum?
  • Wie bewege ich mich durch den Raum?
  • Wie reagiere ich bei einer Rauchgasdurchzündung (Flashover)?

Die Rechtsgrundlagen für die Feuerwehr sind im Niedersächsischen Brandschutzgesetz (NBrandSchG) geregelt. Dazu gehörten bis vor kurzem die Dienstgrad-Verordnung, Mindeststärke-Verordnung sowie die Bekleidungs-Verordnung.

20100501_fwverordnungSeit dem 01.05.2010 ist die Verordnung über die kommunalen Feuerwehren (kurz: Feuerwehr-Verordnung) die Basis für Dienstgrade, Bekleidung und Mindeststärke.

Hier hat sich so einiges geändert. Dazu gehören Änderungen im Bereich der Dienstgrade bestimmter Funktionsträger. Weiterhin wurden die Vorgaben der Fahrzeuge, die vorgehalten werden müssen, verallgemeinert.